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Vivo X200 Pro im Test: Beeindruckend, aber nicht bahnbrechend

Vivo X200 Pro Test Header
Bild: TechnikNews
(Beitragsbild: © 2025 TechnikNews)
Vor wenigen Wochen präsentierte Vivo mit dem neuen Vivo X200 Pro sein Flaggschiff für 2025 in Österreich. Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299,99 Euro erhältst Du ein echtes High-End-Smartphone, das mit modernster Hardware ausgestattet ist.
Vivo verspricht unter anderem eine beeindruckende Akkulaufzeit, ein stilvolles Design und bedeutende Fortschritte bei der Telekamera, die in Zusammenarbeit mit ZEISS entwickelt wurde. Ob Vivo diese Versprechen einhält und welche Schwächen das Gerät mit sich bringt, erfährst Du in diesem Test.

Fazit zum Vivo X200 Pro

Abschließend lässt sich sagen, dass das Vivo X200 Pro eines der besten Smartphones, wenn nicht sogar das beste Smartphone, auf dem europäischen Markt ist. Es überzeugt mit einem sehr starken Gesamtpaket ohne größere Schwächen. Zu den Highlights zählen das hochwertige Gehäuse, das helle OLED-Display, die astreine Performance und die überragende Zoomkamera. Auch die Akkulaufzeit, der Fingerabdrucksensor sowie die Stereo-Lautsprecher können auf ganzer Linie überzeugen.

Weniger überzeugen können hingegen die Videos sowie der hohe Preis von 1.299 Euro. Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass die Konkurrenz ähnlich teure – teilweise sogar noch teurere – Smartphones im Portfolio hat, aber das macht es nicht wirklich besser. Denn auch wenn das Vivo X200 Pro kaum Schwächen zeigt, fehlt ihm das bahnbrechende Feature, das es deutlich von der Konkurrenz abhebt und den hohen Preis rechtfertigt. Somit ist das Galaxy S25 Ultra oder Google Pixel 9 Pro sicher für viele die bessere Wahl, da sie (aktuell) deutlich günstiger sind. Wer jedoch einfach ein rundum starkes Smartphone mit der besten Zoomkamera auf dem Markt sucht und bereit ist, den Premium-Preis zu zahlen, wird mit dem Vivo X200 Pro definitiv glücklich. Mir persönlich hat es bislang von allen Flaggschiffen aus 2025 am besten gefallen.

Wir bedanken uns bei Vivo Österreich für die Bereitstellung des Testgeräts!

Haptik, Design & Verarbeitung

Wie für ein Flaggschiff aus dem Jahr 2025 üblich, ist auch das Vivo X200 Pro ein sehr großes Smartphone, das in vielen Situationen nicht problemlos einhändig bedient werden kann. Es misst 162,4 Millimeter in der Höhe, 76 Millimeter in der Breite und ist 8,2 Millimeter dick. Mit einem Gewicht von 223 Gramm gehört es zu den schwereren Geräten. Dennoch finde ich es beeindruckend, wie angenehm das Smartphone in der Hand liegt. Es wirkt keineswegs so massiv und klobig wie das HONOR Magic 7 Pro oder das Samsung Galaxy S25 Ultra. Auch der große Kamerabump lässt das X200 Pro nicht kopflastig erscheinen. Die Verarbeitung ist hervorragend – hier hat Vivo wirklich ganze Arbeit geleistet.
Der Rahmen besteht aus Metall, das sich hochwertig anfühlt und edel aussieht. Vivo beschreitet dabei einen anderen Weg als viele Konkurrenten: Der Rahmen ist weder hochglänzend noch matt, sondern gebürstet. Für mich ist das der perfekte Kompromiss zwischen einer eleganten Optik und einer Oberfläche, die unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. Die Rückseite besteht aus mattem Glas, das ebenfalls schick und hochwertig wirkt. Bei den Farben kannst Du zwischen Schwarz und Silber wählen. Ich habe das silberne Modell getestet und kann diese Farbe nur empfehlen.
Über das Design des Kamerabumps lässt sich natürlich streiten. Die meisten Leute, denen ich das Vivo X200 Pro gezeigt habe, fanden den Kamerabump nicht besonders ansprechend, da er sehr groß ist und deutlich aus dem Gehäuse hervorsteht. Dieses Design ist sicherlich nicht optimal, aber es hat mich persönlich kaum gestört. Letztendlich ist es der Preis, den man für die herausragenden Kameras zahlt.
Deutlich besser gefällt mir die Vorderseite. Die Ränder um den Bildschirm sind außergewöhnlich schmal und wirken durch die abgerundeten Kanten noch dünner, als sie ohnehin schon sind. Für mich hat das Vivo X200 Pro aktuell die schönste Smartphone-Vorderseite, die es gibt.

Display – besser geht es nicht

Das Display misst 6,8 Zoll in der Diagonale und löst mit 2.800 x 1.260 Pixel gestochen scharf auf, sodass man während der Nutzung keine einzelnen Pixel erkennen kann. Die Punktpixeldichte liegt bei 452. Mit dazu gibt es eine flüssige Bildwiederholrate von 120 Hertz, die sich besonders bemerkbar macht. Das Scrollen und die Animationen wirken bei kaum einem anderen Smartphone so flüssig wie beim Vivo X200 Pro.

Farben werden im Farbmodus „Natürlich“ sehr realitätsgetreu wiedergegeben, was mir sehr gut gefällt. Der Weißwert ist klasse und dank OLED ist auch der Schwarzwert richtig gut. Die Blickwinkelstabilität ist sehr stabil – selbst bei starker seitlicher Neigung verfärben sich die Farben kaum. Mein absolutes Highlight am Display ist allerdings die maximale Helligkeit. Das Panel lässt sich auch in hellen Umgebungen problemlos ablesen. Hier spielt Vivo definitiv ganz oben mit.

Software

Als Software kommt Funtouch OS, auf Basis von Android 15, zum Einsatz. Das Vivo X200 Pro wird laut Hersteller noch bis 2030 mit Sicherheitsupdates versorgt. Mit großen Android-Updates wird 2029 Schluss sein. Das geht in Ordnung, aber hier bieten vor allem Samsung und Google deutlich mehr.

Schon beim Vivo V40 habe ich gelobt, dass Funtouch OS in den vergangenen Jahren immer aufgeräumter und einfach besser wurde und so ist es auch mit Funtouch OS beim X200 Pro. Der Homescreen, die Benachrichtigungsleiste, das Steuerfeld sowie der Sperrbildschirm wirken aufgeräumt und durchdacht. Bloatware gibt es glücklicherweise nicht. Die Einstellungen-App ist meiner Meinung nach etwas unübersichtlich, aber das mag auch daran liegen, dass es etliche Zusatzfunktionen gibt, die teils sehr gut umgesetzt sind. So habt Ihr beispielsweise die Option, das Always-On-Display quasi frei zu gestalten oder die Animation beim Entsperren über den ins Display integrierten Fingerabdrucksensor zu konfigurieren. Auch nahezu alle anderen Animationen lassen sich individuell anpassen. Du bestimmst quasi, wie die Benutzeroberfläche aussieht und funktioniert – genau deshalb mag ich Funtouch OS!

Performance – hervorragend

Unter der Haube gibt es eine kleine Besonderheit, denn anders als bei einem Großteil der diesjährigen Flaggschiffe kommt im Vivo X200 Pro kein Snapdragon-Prozessor zum Einsatz. Stattdessen setzt vivo auf den MediaTek Dimensity 9400. Er ist – genauso wie der Snapdragon 8 Elite – im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt, was ihn auf dem Papier sehr effizient macht. Auch im alltäglichen Gebrauch stellte ich in Sachen Effizienz keine Abweichungen im Vergleich zum Snapdragon 8 Elite fest. Auch die Wärmeentwicklung ist gut.

Wie sieht es nun aber mit der Performance aus? Hervorragend! Apps starten und schließen rasend schnell, da Vivo seine Animationen extrem gut optimiert hat. Ruckler oder Verzögerungen sind mir kein einziges Mal aufgefallen und das gesamte Bedientempo ist auf einem äußerst hohen Niveau. Selbst mit aufwendigeren Dingen macht das X200 Pro keinerlei Probleme. Hier spielt Vivo definitiv ganz vorne mit und ich finde es bei der Performance sogar noch ein wenig besser als das HONOR Magic 7 Pro.

Akku – besser geht es kaum

Der Akku verfügt über eine Kapazität von 5.200 mAh, was ziemlich ordentlich ist. Ich bin immer problemlos durch einen Tag ohne Ladung gekommen und selbst zwei Tage waren meist problemlos möglich. Bei einer Screen-On-Time von 3,5 bis 4,5 Stunden hatte ich am Ende des Tages noch mindestens 50 Prozent und maximal 70 Prozent Akku übrig. Zum Vergleich, mit dem HONOR Magic 7 Pro schaffe ich nahezu die gleichen Werte. Ich finde es einfach nur klasse, wie viel besser die Akkulaufzeit bei den Smartphones der letzten Jahre geworden ist. Hut ab Vivo!

Falls der Akku mal frühzeitig leer gehen sollte, gibt es keinen Grund, in Panik auszubrechen, denn das Vivo X200 Pro ist blitzschnell wieder voll. Es kann kabelgebunden mit bis zu 90 Watt in gut unter einer Stunde vollgeladen werden. Wireless-Charging ist mit bis zu 30 Watt möglich, was in Ordnung geht, aber definitiv kein Spitzenwert ist. Hier liefert HONOR beispielsweise etwas mehr.

Kamera – der wahre Zoom-Champion

Auf der Rückseite findet eine Triple-Kamera Platz, die in Zusammenarbeit mit ZEISS entstanden ist. Sie ist folgendermaßen aufgestellt:

  • 50 Megapixel Hauptkamera: f/1.57, 1/1.28 Zoll
  • 50 Megapixel Weitwinkelobjektiv: f/2.0, 1/2.76 Zoll
  • 200 MP Zeiss-Teleobjektiv mit 3,7-fachem optischen Zoom: f/2.67, 1/1.4 Zoll

Die Hauptkamera des Vivo X200 Pro liefert beeindruckende Aufnahmen mit einem herausragenden Dynamikumfang und einer exzellenten Schärfe. Besonders bei Tageslicht sind die Fotos voller Details und sehen einfach klasse aus. In Sachen Schärfe kann das Google Pixel 9 Pro allerdings gut mithalten. Die Farben hängen stark vom gewählten Modus ab: Im „Naturfarbe“-Modus wirken sie schön natürlich und ausgewogen, während der „Lebendig“-Modus für meinen Geschmack viel zu stark übersättigt – das sieht vielleicht auf den ersten Blick beeindruckend aus, aber für meinen Geschmack ist es einfach zu viel. Auch bei schwachem Licht bleibt die Kamera auf einem sehr hohen Niveau. Die Schärfe ist gut und die Belichtung wirkt sehr gut abgestimmt – selbst schwierige Lichtverhältnisse meistert das Vivo X200 Pro sehr gut. Ein kleines Manko: Der Weißabgleich tendiert oft zu warm, wodurch die Bilder leicht gelblich wirken. Das fällt nicht immer stark auf, kann aber in manchen Szenen störend sein.

Die Ultraweitwinkel-Kamera setzt das hohe Niveau der Hauptkamera fort. Was mich besonders überrascht hat: Die Schärfe ist hier sogar besser als beim Google Pixel 9 Pro, was wirklich nicht viele Smartphones in dieser Kategorie schaffen. Der Dynamikumfang ist ebenfalls stark und auch Verzerrungen an den Bildrändern sind angenehm gering. Selbst bei Lowlight schlägt sich die Ultraweitwinkel-Kamera noch gut. Im Vergleich zum Pixel 9 Pro fällt aber auch hier der eher unzuverlässige Weißabgleich auf.

Jetzt kommen wir zum absoluten Highlight: Die Zoomkamera. Ich muss wirklich sagen – das ist die beste Smartphone-Zoomkamera, die ich je genutzt habe. Besonders im Bereich zwischen 5- und 10-facher-Vergößerung sind die Aufnahmen einfach überragend. Die Schärfe ist extrem hoch und selbst feine Details bleiben erhalten. Auch bei 30-facher Vergrößerung sind die Fotos noch gut nutzbar – das habe ich so bisher selten gesehen. Selbst bei schwachem Licht liefert die Zoomkamera noch richtig gute Ergebnisse. Normalerweise kämpfen Zoomkameras bei Nacht oft mit unscharfen, verrauschten Bildern – aber hier hat Vivo echt ganze Arbeit geleistet. Das HONOR Magic 7 Pro kann hier im direkten Vergleich nicht mithalten und auch das Google Pixel 9 Pro muss sich hier geschlagen geben. Wie es sich im Vergleich zum neuen Xiaomi 15 Ultra schlägt, kann ich leider nicht sagen, da ich das 15 Ultra (noch) nicht getestet habe.

Für Selfies ist eine 32 Megapixel Frontkamera zuständig, die solide Ergebnisse mit hoher Schärfe produziert. Leider sind die Videos das einzige Manko an der Kamera. Sie sind keineswegs schlecht, aber das Bildrauschen ist für ein solch teures Smartphone viel zu hoch. Zudem könnte die Bildstabilisierung noch etwas besser sein und die Farben sind zu übersättigt. Samsung und Google sind hier sichtbar besser.

Sonstiges – Fingerabdrucksensor, Vibrationsmotor & mehr

Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, ist das Vivo X200 Pro mit Stereo-Lautsprechern ausgestattet. Sie werden sehr laut und liefern einen klaren Sound mit vergleichsweise kräftigem Bass. Selbst bei hoher Lautstärke ist der Sound noch angenehm.

Unter dem Display versteckt sich ein Fingerabdrucksensor, der auf die sichere 3D-Ultraschall-Technologie zurückgreift. Er ist zwar leider nicht so groß wie im Vivo X80 Pro, aber dafür ist er unglaublich schnell und zuverlässig. Ich hatte kaum Fehleingaben und in Sachen Geschwindigkeit ist er aktuell der beste in einem Smartphone. Wow!
Beim Vibrationsmotor geht es mit der Lobhudelei genauso weiter. Er vermittelt ein sehr präzises und hochwertiges Gefühl in der Hand. Er klingt auch keineswegs nervig, aber im Vergleich zum Google Pixel 9 Pro beispielsweise hört man den Vibrationsmotor des X200 Pro stärker.

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Fabian Menzel

Fabian ist schon seit Mitte September 2020 ein Teil von TechnikNews und versorgt die Seite regelmäßig mit diversen News, aber auch mit einigen Testberichten zu Smartphones. Ihm macht es unglaublich viel Spaß und er ist extrem dankbar, so ein tolles Team an seiner Seite zu haben. In seiner Freizeit hört er gerne Musik und fotografiert gelegentlich mit seinem Huawei Mate 50 Pro.

Fabian hat bereits 313 Artikel geschrieben und 24 Kommentare verfasst.

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