Roboterhersteller
11.03.2010 | von Redaktion |Die Anwendung von Industrierobotern wird weiter zunehmen. Insbesondere für den Industriestandort Deutschland, wird es immer wichtiger, effektiv und kostengünstig zu produzieren. Durch das effiziente Arbeiten eines Roboters macht sich die Investition schnell bezahlt – egal, ob er bei der Bestückung von Maschinen, der Bearbeitung von Werkstücken oder anderen Handlingsaufgaben, eingesetzt wird. Doch auch Humanoide und Homeroboter leisten faszinierende Arbeit. So wird schon seit längerem die Robotertechnik für chirurgische Zwecke eingesetzt. Genauigkeit, weniger Blutverlust, kleinere Narben, sind die Vorteile. Aber auch eine japanische Kuschelrobbe, für Demenzkranke, existiert schon. Diese „therapeutische Robbe“ hat das Ziel, Unruhe und Aggressionen, bei demenzkranken Menschen zu verringern.
Ebenfalls entworfen, um eines Tages Menschen zu unterstützen, wurde im Januar 2010 der humanoide Roboter ASIMO (Advanced Step in Innovative Mobility) von Honda vorgestellt, das Ergebnis von mehr als zwei Jahren Forschung und Entwicklung, und momentan der am weitesten entwickelte humanoide Roboter der Welt. Andere Forscher aus Japan arbeiten an einem Androiden: Das 130 cm große Geschöpf nimmt z.B. Bewegungen im Raum auf. Unter der weichen, hellgrauen Silikonhaut verarbeiten Prozessoren laufend alle Daten – und es kann dazulernen! Um soziale Fertigkeiten zu entwickeln, muss der „Kind-Roboter CB2 mit Biomimetischem Körper“ (etwa: der Natur nachempfundener Körper) mit Menschen umgehen, ihren Gesichtsausdruck beobachten und imitieren. Die 33 Kilogramm schwere Maschine soll wie ein Baby denken, das z.B. die Gesichtsausdrücke seiner Mutter ergründet. Am Projekt beteiligen sich Roboteringenieure, Hirnspezialisten, Psychologen und Wissenschaftler anderer Disziplinen. Mit den Kameras in seinen Augen registriert der Roboter Emotionen bei seinem Gegenüber, prägt sie sich ein, verbindet sie mit körperlichen Empfindungen und speichert sie auf seiner Platine in Clustern ab. Seit seiner ersten Vorstellung im Jahr 2007 hat der kleine Androide einiges dazu gelernt. Demnach kann CB2 mithilfe eines Menschen inzwischen laufen. Dank 51 mit Druckluft gesteuerten „Muskeln“ bewegt er sich recht gewandt durch einen Raum. Schon bald soll er an die Intelligenz eines zweijährigen Menschenkindes herankommen und einfache Sätze sagen können!

Vielleicht wird es eines Tages sogar derart humanoide Roboter geben
Japan ist also auf dem Vormarsch. Seit der Autohersteller Honda in den 90er Jahren mit den ersten Robotern vom Typ P2 die Welt verblüffte, hat sich auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz viel getan. Japanische Forscher stellten inzwischen auch einen sprechenden Empfangsroboter vor, einen Wachmann und einen Grundschullehrer. Toshiba arbeitet an der Entwicklung eines Robo-Butlers, der Senioren im Haushalt helfen soll.
Seit 2001 gibt es jedoch auch bei uns den Sonderforschungsbereich “Humanoide Roboter – Lernende und kooperierende multimodale Roboter” bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Ziel: Konzepte, Methoden und konkrete mechatronische Komponenten für einen humanoiden Roboter entwickeln, der seinen Arbeitsbereich mit dem Menschen teilt. Warum nicht Tauchroboter schaffen, die das Gasvorkommen am Meeresgrund erschließen, Weltraumroboter im All, die den Müll einsammeln? Die Firma Dacos in Saarbrücken entwirft Computersysteme, die Einkaufsmärkten dabei helfen, zu jedem Zeitpunkt den betriebswirtschaftlich optimalen Preis für ihre Produkte zu finden. Digitale Einkaufsberater lotsen Allergiker zu unbedenklichen Lebensmitteln…
Roboter einzusetzen macht besonders da Sinn, wo der Mensch gefährdet ist. Eine Roboterhand könnte dem Soldaten beim Bombenentschärfen den Arm retten, man könnte auch andere gefährliche militärische Dienste einem Roboter überlassen oder das Militär bei Märschen beim Gepäck entlasten. Erste-Hilfe-Roboter auf dem Schlachtfeld, Kampfroboter, die töten?
Die Technische Hochschule Zürich erprobt seit Jahren einen KUKA Roboter als digital gesteuerten Baumeister. Neuestes Projekt: Auf einer New Yorker Verkehrsinsel stellte ein KR 150 die traditionellen New Yorker Backsteine, die sogenannten Brownstones, zu Wänden mit einer sehr ungewöhnlichen Oberflächengestalt zusammen. Diese Installation namens „Pike Loop“ war bis Mitte Januar in Manhattan zu bewundern. Durch den neuen RoboSim 4-D Simulator baute KUKA ihre Präsenz auch auf dem INNOVENTIONS-Gelände im Epcot-Park, Walt Disney World Resort, Florida, weiter aus. Der RoboSim 4-D Simulator verschafft dem Besucher ein vierdimensionales Erlebnis durch die Kombination von dreidimensionalen Roboterbewegungen und einem Windeffekt, erzeugt durch gesteuerte Luftbewegungen. Durch die Einbeziehung aller Sinne wird eine sehr realistische Simulation erreicht. KUKA Robots bietet eine ganze Bandbreite an Industrierobotern und Robotersystemen, zu denen auch dieser RoboCoaster gehört, der in Zukunft wohl auf Themenparks, Science Center, Einkaufszentren, Vergnügungsparks sowie in anderen Anlagen mit Virtual-Reality-Fahrgeschäften zu finden sein wird. Roboter – so viel Hilfe und Freude durch ein erschaffenes „Wesen“!
