Robotergreifer – immer intelligentere Greifsysteme

11.03.2010 | von Redaktion |

Robotergreifer sind in der heutigen Zeit nicht mehr nur als „billige Handlanger“ angesehen, sondern sie üben mehr und mehr Servicefunktionen aus. Durch diese Servicefunktionen spart man viel Zeit bei den Produktionen und sie tragen zusätzlich zur Senkung der Kosten bei. Die Neuheit, bei Robotergreifern, ist das taktile Sensorsystem. Für die heutige Servicerobotik, ist es eine große Herausforderung, Objekte sicher zu handhaben. Das taktile Sensorsystem bzw. die taktile Sensorlösung, ist so ausgerichtet, dass sie die Mehrfingerhand mit einem künstlichen Tastsinn ausstattet. Vielversprechend dabei ist, dass während des Greifens die Fingerstellung an das Greifteil angepasst wird, mithilfe der Kontaktinformation. Durch die sechs taktilen Aufnehmer, die in der Greiffläche integriert sind und durch die hochempfindlichen Messpunkte, die in der Handinnenfläche zur Verfügung stehen, ist es möglich, dass es schon bei einem leichten Kontakt zu einer Greifbewegung kommt. Damit es nicht zu Störungen kommt, erfolgt die Verkabelung innerhalb der Finger.
Eine Neuheit ist das so genannte “Robotergreifer Gestell“. Dieses ist ein Aufbewahrungsgestell bzw. eine Gestellkonstruktion für Robotergreifer. Dieses Gestell ist äußerst hilfreich, z. B. bei Spritzgussfirmen, wenn ein schneller Greiferwechsel erfolgen soll. Die Greifer können somit leicht aufbewahrt, sowie inventarisiert werden. Das Robotergreifer Gestell kann Greifarme und Greifer in verschiedenen Größen aufbewahren. Solche Gestelle sind vorteilhaft in der Bewahrung von Robotergreifern, da sie Mobilität und Stabilität liefern.

Neu erforscht und entwickelt wird ein sogenannter Robotergreifer mit sanften Roboterarmen und -greifern. Das Ziel soll eine neue Generation von Robotergreifern sein, die portabel und Anwendungssicher, sowie extrem leicht sein sollen. Dies soll erreicht werden, indem in die Robotergelenke, neuartige fluidisch angetriebene Aktorelemente eingesetzt werden. Diese Leichtbauroboterarme und –hände bzw. die Leichtbaugelenke, bestehen aus speziell elastischen und ausdehnbaren Kraftelementen, sozusagen eine spezielle Art des künstlichen Muskels. Solche Leichtbauroboter sind gekennzeichnet durch eine natriummanente Nachgiebigkeit, da diese für eine gefahrlose Manipulation im Alltag sehr erforderlich ist. In der Regel besitzen die auf dem Markt üblichen per Elektronisch angetriebenen Roboter diese natriummanente Nachgiebigkeit nicht. Wenn sie sie dennoch besitzen dann nur weil sie durch sehr kostspielige Konstruktionsmaßnahmen sowie aufwändige Reglerstrukturen realisiert werden konnten. Bei dieser neuen Entwicklung von Leichtbauroboterarmen, welches das eigentliche Endprodukt ist, werden auch eine ganze Reihe von tragbaren Leichtbauroboterarmen, sowie Robotergreifern und Roboterhände, mit unterschiedlicher Anwendung als Nebenprodukt mit verschleiß- und wartungsfreien fluidischen Schwenkantrieben, mit elastischen Kraftelementen entstehen. Solche Robotergreifer werden dann in naher Zukunft bei der Positionierung, sowohl in der Autoindustrie, als auch in der medizinischen Technik, verwendet.

Robotergreifer

Robotergreifer können auch im Alltag helfen

Eine der neusten Techniken in der Entwicklung der Robotergreifer, ist ein Robotergreifer für das Teile-Handling in Reinigungsanlagen. Dabei nimmt der Roboter die Werkstücke von einem Transportband auf und führt diese in die einzelnen Reinigungsprozesse in der Anlage zu. Ein riesiger Vorteil bei diesem Robotergreifer ist der, dass der Greifer nicht nur für ein bestimmtes Teil ausgelegt ist. Der Greifer passt sich an die neuen Werkstücke im Fertigungsprozess an, indem die Finger des Greifers einfach ausgetauscht werden. Dadurch dass bei diesem Robotergreifer ein Niederhalter integriert ist, kann er nicht nur Einzelteile sondern auch ganze Paletten mit Werkstücken greifen. Dieser neuartiger Robotergreifer, auch Parallelgreifer genannt, wird vorzugsweise in nass-chemischen Reinigungsanlagen sowie Gantrysystemen verwendet.

Für die Automatisation mit Robotern, spielen Greifer eine zentrale Rolle, die in der Zukunft immer wichtiger werden wird. Die Weiterentwicklung von Greifern ist einer der Schlüsselfaktoren im Bereich der Robotertechnologie. Neu ist in diesem Zusammenhang ein anpassungsfähiger Greifer der auf Reize reagiert, die er über integrierte Sensoren empfängt, ähnlich wie bei der menschlichen Hand, die auf Nerven reagiert. Somit ist er in der Lage seinen Griff, je nachdem was gebraucht wird oder wie es zu verwenden ist, zu verändern.

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