Robcad Software
6.04.2010 | von Redaktion |Auch nach der Übernahme durch Siemens ist die Robcad Software eine der ausgereiftesten und anwender-freundlichsten Programme zur digitalen Simulation und dem Off-line Programmieren von Roboterumgebungen geblieben. Der ungeheuere Vorteil des Programmes liegt in seiner umfassenden Anwendbarkeit auch auf die komplexesten Robotereinsätze: mit ihm lassen sich auch neueste, multi-funktionale Robotergenerationen und schwierigste Arbeitssituationen präzise simulieren, designen, optimieren, analysieren und off-line programmieren, und so für den tatsächlichen Bau und industriellen Einsatz automatisierter Prozessabläufe wertvolle Zeit und Investitionskosten sparen. Interessanterweise hat sich Robcad zu einem Ingenieurstool entwickelt, mit dem neben dem tatsächlichen Robotereinsatz auch Produktionszyklen und Prozesse, sowie Effektivitätskalkulationen integrativ kalkuliert werden können.
Im Ergebnis liefert Robcad eine absolut lebensnahe Simulation kompletter Fertigungszellen und Inseln. Die neuesten Darstellungsformen überzeugen dabei mit der Nutzung von fortschrittlichsten 3D Computergrafiken, die kontinuierlich verbessert werden und eine virtuelle Begehung des Einsatzfeldes von 360 Grad ermöglichen. Nicht zuletzt mit dieser Visualisierungsstrategie ermöglicht Robcad es Ingenieuren, Entwicklern und damit nicht zuletzt auch Controllern, die Effektivität, Kostenintensität und Komplexität von Automatisierungsprozessen vor ihrer Konstruktion realistisch abschätzen zu können.
Robcad versteht sich als skalierbarer Lösungsansatz, der die verschiedensten anwendungsspezifischen Prozesse und Lösungen kennt und integrieren kann. Diese Lernbereitschaft des Programms ermöglicht eine fast grenzenlose Anpassung an kommende Entwicklungen, was die Software zu einem offenen System macht, das sich an Innovationen im Roboter- und Automatisierungsmarkt jederzeit anpassen kann. Die verschiedensten Schweiß- und Schnitttechniken, Bohrprozesse, Nietvorgänge und integrierten menschlichen Arbeitsgänge werden berücksichtigt. Die sich ergebenden umfassenden Einsatzmöglichkeiten werden immer noch hauptsächlich von der Automobil-, Luftfahrt-, generellen Verarbeitungs- und Schwerindustrie genützt; aber auch die zuliefernden Servicebetriebe wie Designfirmen und Systemintegratoren nutzen Robocad.
Die neueste Generation der Software simuliert simultan alle physischen Charakteristika von Robotern und anderen automatisierten Maschinen sowie die dazugehörigen Prozesse. In Zeiten erhöhten Bedarfs an funktionierendem Risikomanagement bedeutet dies eine Minimierung diverser unternehmerischer Risiken: durch die umfassende Möglichkeit, verschiedene Designtypen zu testen, minimiert sich das Risiko eines Re-assessment während des späteren Produktionsprozesses; die gesamte Qualität, Präzision und damit Rentabilität der Prozesse und Produkte lässt sich steigern und das Qualitätsmanagement effektiver gestalten; Arbeitsstunden lassen sich einsparen; und die generelle Zeit von der Entwicklung bis zur Markteinführung (time-to-market) lässt sich straffen; Kollisionen und Unfälle können im Voraus berechnet und so vermieden werden; durch die konsequente Sequenzierung aller Abläufe kann die ganze Chronologie eines Produktionszyklus überblickt und berechnet werden.
Die neusten Robcad-Versionen sind kompatibel mit den meisten MCAD Systemen, einschließlich des Datenimports von Catia, NX® Software (einschl. NX I-deas® Software), Pro/Engineer, CADDS5, CAD Interfaces oder neutraler Formate wie JT™, IGES, DXF,VDAFS, SET, STL and STEP. Zunehmend kann Robcad enorme Datenmengen verarbeiten, so dass mit dem Programm gleichzeitig simuliert werden kann und viele Automatisierungsaufgaben durchgeführt werden können. Darüberhinaus verfügt die Software nicht nur über ein sehr extensives Archiv an Roboter-Typen, sondern lässt auch eine konstante Hinzufügung neuer Modelle zu. Produktionsequipment kann durch den umfassenden Einsatz von Robcad ausschließlich zur Produktion genutzt werden statt für den Entwicklungsprozess.
